Veröffentlichungen

In diesem Bereich finden Sie das Archiv meiner bisherig verfassten Newsletter sowie Artikel aus der Fachpresse.

Newsletter im Februar 2017

Liebe Leserin, lieber Leser,

schwelende Konflikte kosten Unternehmen viel Geld, denn neben sinkender Motivation und Arbeitsleistung erzeugen sie Folgekosten wie Fluktuation, Burnout, depressive Verstimmungen oder eine erhöhte Krankheitsrate. Weshalb Konflikte oft so spät oder gar nicht erkannt werden, lesen Sie in meinem Leitartikel.

Weitere Themen im Newsletter 2017/1:

  •  Führung 4.0 für eine neue Arbeitswelt
  • Ankündigung Boxenstopp für Führungskräfte vom 11. bis 15. Oktober 2017

Ich freue mich, wenn Sie wertvolle Anregungen finden.

Ihre Gudrun Kreisl

   

Vom Erkennen schwacher Signale
Argumente für ein wirkungsvolles Konfliktmanagement

Kürzlich hatte ich Gelegenheit, mich mit einer ScrumMasterin über die Gründe für unterschiedliche Leistungen von ScrumTeams zu unterhalten. „Über den Erfolg des Teams entscheidet sehr stark die Fähigkeit des Scrum Masters, Missklänge frühzeitig wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren“, erläuterte sie mir: „Werden Konflikte frühzeitig erkannt und angesprochen, wächst das Team zusammen, leistet Hervorragendes und die Mitglieder bleiben gerne im Team.“ Da bei Scrum Teams die Leistung über Sprint Planning und Inkremente sehr transparent ist, fallen Extreme auch besonderes auf – im Positiven wie im Negativen.

Doch das Gleiche gilt auch für „gewöhnliche Teams und Projekte“ – je weniger (unterschwellige)Konflikte, desto besser die Leistung. Warum tun viele Führungskräfte so wenig dafür, Spannungen zu thematisieren und aufzulösen? Die Antwort ist nach meiner Erfahrung trivial und doch gravierend: Führungskräfte überhören häufig die schwachen Signale von Konflikten. Denn oft wenn ich bei einer Konfliktlösung unterstütze, stellen die Beteiligten in der Rückschau fest, dass es Hinweise auf den Konflikt gab, wenn z. B. Mitarbeiter um Unterstützung baten oder darauf hinwiesen, dass es seit langem nicht gelinge, konstruktiv zusammenzuarbeiten oder sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

Wie aber können Führungskräfte, Projektleiter, ScrumMaster ihre Wahrnehmung für schwache Signale verbessern? Wenn Kunden mich nach meinen wichtigsten Erkenntnissen dazu fragen, nenne ich folgende Punkte:

1. Hören Sie hin, wenn Mitarbeiter über Unangenehmes und Störendes reden wollen. Nehmen Sie unangenehme Botschaften wahr, auch wenn Sie (noch) nicht wissen, wie Sie darauf reagieren sollen. Nehmen Sie jede Bitte um Unterstützung ernst und erwarten Sie nicht, dass Mitarbeiter das unter sich regeln. Das können sie vielfach nicht.

2. Seien Sie insbesondere in Besprechungen wachsam auch für Zwischentöne. Besprechungen mit Ihrem Team sind wie eine Bühne, auf der das gespielt wird, was im Team „auf dem Spielplan steht“. Ist der Umgang fröhlich und ungezwungen oder sarkastisch und ernst? Greifen die Mitarbeiter Vorschläge der Kollegen auf und entwickeln sie weiter? Oder grenzen sie sich voneinander ab? usw.

3. Suchen Sie das Gespräch unter vier Augen. Sprechen Sie Ihre Beobachtungen zunächst im Gespräch mit Einzelnen an, nicht in der großen Runde. So stellen Sie niemanden bloß und können sich ein neutrales Bild von der Situation machen.

4. Wenn der Konflikt offensichtlich ist: Werten Sie nicht, sondern sammeln Sie Eindrücke. Versuchen Sie zu verstehen, welche Beweggründe, Interessen und Erwartungen dem Konflikt zugrunde liegen und ihn befeuern. Fragen Sie offen nach: Worum genau geht es? Worin seid Ihr Euch uneinig?

5. Wenn Sie sich ein Bild gemacht haben: Bekennen Sie Farbe.  Sie sollten fair sein und unparteiisch. Trotzdem können Sie personenbezogenes Feedback geben. Teilen Sie ihre Beobachtungen mit, sprechen Sie z. B. Fehlverhalten oder eine aggressive Haltung offen an.

6. Versuchen Sie gemeinsam eine Analyse: was sind Ursachen,  was hat den Konflikt befördert, wie ging es weiter? Das gemeinsame Verständnis unterstützt die Lösungsfindung. Doch sollte die Analyse nicht in eine Suche nach Schuldigen münden. Viel wichtiger ist, herauszufinden, was geschehen ist, wo es Missverständnisse gab usw.

7. Unterstützen Sie die Beteiligten bei der Lösungsfindung. Richten Sie Ihr Augenmerk auf Lösungen aus (statt auf der Suche nach Schuldigen steckenzubleiben). Klären Sie mit allen, wie sie zukünftig miteinander umgehen werden – und beobachten Sie die Fortschritte.

 Lesen Sie gerne mehr dazu auf meiner Homepage.

 

                                                                                                                                                          

 

Führung 4.0 für eine neue Arbeitswelt

Digitalisierung, agile Organisationsformen oder auch LEAN (aus der Versenkung längst ieder aufgetaucht!) geben Organisationen derzeit viele Impulse, sich zu verändern. Der Druck für Veränderung kommt vom Kunden (schnellere Ergebnisse gefordert), vom Top Management (aus einem Schlachtschiff eine schnelle Flotte machen) oder von einem anderen Bereich (dort ist jetzt alles agil und Scrum – wir müssen auch was tun!). Und was machen Sie als Führungskraft? Artikel im Netz gibt es viele, aber was heißt das für Sie und Ihren Verantwortungsbereich? Informieren Sie sich im Führungskreis über die „neuen“ Prinzipien, Methoden und Haltungen. Finden Sie gemeinsam heraus, was für Sie sinnvoll ist und wie es für Ihren Verantwortungsbereich angewendet werden kann. Ein erster Einstieg kann z. B. ein Workshop sein: "Agile Organisationen aufbauen – Führung neu denken". Mit dem Erfahrungshintergrund vieler Change Projekte und als zertifizierter Scrum Master habe ich Projektteams, Bereiche und Führungskräfte dabei begleitet, agiler zu werden.

Sprechen Sie mich gerne an, wie ich Sie unterstützen kann.

Mir zur Seite steht ein Team von Beratern mit vergleichbarem Erfahrungshintergrund.

                                                                                                                                                          

 

Boxenstopp für Führungskräfte - 11. bis 15. Oktober 2017

Im dritten Jahr findet im Oktober das Seminar Boxenstopp für Führungskräfte statt. In einem ausgewogenen Mix aus der Reflexion Ihrer Führungsthemen, kollegialem Austausch, Entspannung beim Wandern sowie Lagerfeuer mit Alpenpanorama tanken Sie auf. Die Lessons Learned entstehen in einer entspannten Atmosphäre. Die Kraft entsteht aus der Bewegung, der Ruhe und dem Gespräch mit anderen. Boxenstopp ist speziell auf Executive und Middle Manager ausgerichtet. Ich freue mich, Sie durch erholsame und erkenntnisreiche Tage zu leiten. 
                    
Termin: 11.-15.10.2017 in Inzell
Investition & Details: Weitere Informationen finden Sie hier

Sie möchten sich anmelden? Bitte schreiben Sie an office (at) gudrun-kreisl.de

 

 

Teamcoaching leistet Feuerwehrarbeit

Teams müssen Hochleistung erbringen! Vor fast 15 Jahren habe ich in einem Artikel für die Zeitschrift „Personal“ beschrieben, wie sich Spannungen und Konflikte auf die Arbeitsergebnisse eines Teams auswirken, wenn sie nicht gelöst werden. Ich halte das Thema heute noch für hoch aktuell und sogar noch dringender: denn Teamressourcen sind noch knapper bemessen, jeder Reibungsverlust ist spürbar. Wenn in der Zusammenarbeit knirscht, kann ein Teamcoaching eine bessere Arbeitsatmosphäre unterstützen und die Leistung verbessern.

Mittlerweile gibt es einen höheren Anteil an virtuellen Teams, Projektteams sowie an organisationsübergreifenden Arbeitsgruppen, die via E-Mails und Telkos kommunizieren müssen. Probleme in der Zusammenarbeit ergeben sich zum Beispiel dann,

n  wenn Prozesse und Kommunikationsstrukturen nicht mehr zur komplexen und vielschichtigen Aufgabenstellung passen

n  wenn es Missverständnisse gibt, die über die elektronische Kommunikation nicht gelöst werden können

n  wenn Rollen und Verantwortung unklar sind

Dazu kommen noch die „normalen“ Konflikte in der täglichen Zusammenarbeit vor Ort. Doch immer öfter moderiere ich virtuelle Teams, die sich nur 3 bis 4 mal im Jahr treffen. Ihre Zeit ist kostbar, und so wollen und müssen sie bei diesen seltenen vor-Ort-Meetings  hocheffizient an ihren Themen arbeiten und mehrere Entscheidungen treffen. Wenn ich heute Konfliktklärungs-Workshops durchführe, dann fast immer mit umfangreichen telefonischen Vorgesprächen und einer knapp bemessenen Workshop-Dauer.

Doch die Vorgehensweise im Workshop, wie ich ihn in meinem Artikel 2001 beschrieben habe, gilt nach wie vor. Das, was sich im Team störend auf die Zusammenarbeit auswirkt, sollte eruiert und auch benannt werden – nicht als „die Wahrheit“, sondern als Wahrnehmung, die beschreibt, aber nicht wertet. Durch den Abgleich verschiedener Wahrnehmungen kommt man vielleicht dem, was Wahrheit ist (wenn es sie denn überhaupt gibt!) ein Stück näher und kann die Fäden entwirren, die sich ineinander verwoben haben.

Diese Arbeit macht mir auch heute noch Freude, weil sie effizient und lösungsorientiert ist und weil die Menschen anschließend zufriedener sind.

Wenn es Sie interessiert, finden Sie hier den vollständigen Artikel.

„Teamcoaching leistet Feuerwehrdienste“ (Zeitschrift PERSONAL9/2001)

Leadership & Globalisierung

Newsletter im Mai 2016

Liebe Leserin, lieber Leser,

sich eine Auszeit nehmen und ein wenig resilienter werden gegen die Herausforderungen des Alltags  - dazu möchte ich Sie in diesem Newsletter einladen. Wenn Sie daran interessiert sind: Save the date vom 7. bis 11. September 2016.

Weitere Newsletter-Inhalte:

  • Mein neuer Blog auf www.gudrun-kreisl.de/blog
  • Moderationstechniken führen beim Klimagipfel von Paris zum Erfolg
  • „Change Management“ – Orientierungsprobleme, und warum schauen wir uns das Ganze nicht einfachmal aus der Vogelperspektive an?
  • Vortrag zum Thema Konfliktmanagement am 12. Mai in Nürnberg
  • Neue Coachingräume in Feucht bei Nürnberg

Der Newsletter  weist Sie auf aktuelle Themen und Termine hin, informiert über spannende Veröffentlichungen.  Falls Sie diesen Newsletter nicht interessant finden, gibt`s ganz unten einen Abmeldelink.

Viel Spaß beim Lesen und viele Grüße

Gudrun Kreisl

 

Entspannungstage 2016

Auch das Jahr 2016 ist voll mit Stress, Belastungen und Hektik, im Beruf wie im Privatleben. Deshalb: gehen wir heraus aus der Hektik, heraus aus dem Alltagstrott, und wenn es nur für ein paar Tage ist. Wir finden einen Ort, der zur Ruhe kommen lässt. Manche Orte sind dafür wie geschaffen. Etwas abseits, aber nicht einsam. Reduziert auf das Wesentliche und äußerst individuell. 

Mein Seminar „Auszeit nehmen und Resilienz üben“ findet vom 07. bis 11. September 2016 in Heißenhof in Inzell statt, und es sind noch einige Plätze frei.


Zusammen mit Dr. Dorothea Bechtle, Yogalehrerin und Orthopädin, begleite ich Sie gerne einige Tage in der abgeschiedenen Atmosphäre des Heißenhof, einem Seminarhotel, das ich schon viele Jahre kenne und immer wieder von Neuem schätze. Selten habe ich eine so entspannte Atmosphäre sowie stets freundliche und ausgeglichene Mitarbeiter erlebt.

Detaillierte Informationen finden Sie hier

 

 

Blogstart

Im Februar startete mein Blog, auf dem ich monatlich einen Beitrag schreibe:
wie sehen erfolgreiches Konfliktmanagement und gelungene Kooperation heute aus? Welche Rolle haben Führungskräfte im 21. Jahrhundert?

Darin gebe ich mein Wissen aus über 20 Jahren Konflikt-Management und Kooperation, Coaching und Moderation weiter.
Gehen Sie mit mir in den Dialog, besprechen und diskutieren Sie gerne meine Beiträge.

 

 

Moderation

Das Thema Moderation war noch nie so aktuell wie heute – denn Besprechungen sind oft langwierig oder gähnend langweilig. Dagegen hilft eine aktive und ergebnisorientierte Moderation. In meinem Blogbeitrag frage ich Sie:
 
Sind Ihre Meetings so erfolgreich wie der Klimagipfel in Paris? Wenn nicht, warum arbeiten Sie nicht daran?

 

 

Change Management

Wie man Organisationskonzepte spannend und übersichtlich darstellen kann, zeigen Alexander Bernardis u. a. in dem  HRM-Artikel „Auf zu neuen Ufern“. Eine Landkarte so fesselnd wie aus „Herr der Ringe“, nur dass Mittelerde bei ihnen „Nextland“ heißt und das Auenland „Nowland“. Wohin geht die Reise von Organisationen? Was bleibt, was wird sich ändern? Die Autoren finden spannende Antworten. Hier geht’s zum Artikel:

Harvard Business Manager - Agile-managementkonzepte-von-holacracy-bis-scrum

 

 

Konfliktmanagement als Beeinflusser von Performance erfährt gerade eine neue Bedeutung. Denn wenn schwelende Konflikte nicht behandelt werden, können Fluktuation und Krankenstand sich erhöhen, leidet das Employer Branding, sinkt die Leistung. Die Unternehmensberatungen KPMG und PWC arbeiten seit Jahren an dem Thema, und mittlerweile wurde ein Algorithmus gefunden, wie man die Kosten von ungelösten Konflikten berechnen kann.

Am 12. Mai halte ich dazu einen Impulsvortrag beim After Work Treffen von XING in Nürnberg. Schön, wenn Sie dabei sind. Hier finden Sie weitere Informationen:

XING - Business Treff Nürnberg - Konfliktmanagement

 

 

Neue Coaching-Räume in Feucht bei Nürnberg

Und last but not least freue ich mich, Ihnen meine neuen Coaching-Räume in 90537 Feucht, Pfinzingstraße 15a (15 km südöstlich von Nürnberg), vorzustellen:

  

Vielen Dank an meinen Kollegen Dieter Rösner, der sich die Räume mit mir teilt. Management Coaching wird mehr und mehr als wertvolles und individuelles Instrument für Führungskräfte erkannt, z. B., wenn Unternehmen sich verändern, wachsen oder wenn neue Führungskräfte an Bord kommen.

Ich freue mich auf viele konstruktive Gespräche und Erkenntnisse, auf Strategiearbeit und Change Management-Pläne.

Newsletter im April 2015

Führung im Spannungsfeld des Demografischen Wandels

Was Führungskräften im demografischen Wandel bevorsteht

Der demographische Wandel ist längst Realität in deutschen Unternehmen – mit ganz neuen Anforderungen an die Führungskräfte. Ältere und jüngere Mitarbeiter integrieren, Wissen sichern, die Leistung ganzer Teams verbessern: wie können sie sich auf die Zukunft einstellen?

 Lesen Sie, worauf Führungskräfte achten müssen:

 Was Führungskräften im demografischen Wandel bevorsteht - Förderland